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Warnwesten für „Radlfahrer“

23.02.2010 um 10:45 Uhr

Bericht

Die Besonderheit einer Freiwilligen Feuerwehr – wie etwa der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim – gegenüber einer Berufsfeuerwehr ist es, dass deren Angehörige bei Einsätzen regelmäßig – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden – zu Hause über die sogenannte „stille Alarmierung“ (d.h. über Funkmeldeempfänger) alarmiert werden. Diese fahren dann von zu Hause zum Feuerwehrgerätehaus, um von dort mit den Einsatzfahrzeugen zur Einsatzstelle auszurücken. Sie befinden sich bei Alarmierung also nicht bereits in der Feuerwache, wie es etwa bei Berufsfeuerwehren der Fall ist.
Um bei der Fahrt zum Feuerwehrgerätehaus in einem gewissen Rahmen auf sich aufmerksam zu machen und sich von den anderen Verkehrsteilnehmern abzusetzen, haben die meisten Feuerwehrangehörigen, die mit dem Auto das Gerätehaus anfahren, einen Dachaufsetzer mit der Aufschrift „Feuerwehr im Einsatz“. So sollen deren Fahrzeuge für andere Verkehrsteilnehmer besser wahrnehmbar sein in der Hoffnung, dass der ein oder andere den so ausrückendes Kameraden „den Weg frei macht“, ihnen also vielleicht einmal die Vorfahrt gewährt, auch wenn er es vielleicht gar nicht müsste. Denn schließlich sind diese Kameradinnen und Kameraden ja auf dem Weg, anderen in Not Geratenen zu helfen. Viele Aschheimer Bürgerinnen und Bürger dürften solch ein Privatfahrzeug mit genanntem Dachaufsetzer schon einmal „live“ gesehen haben.
Da aber eine nicht unwesentliche Anzahl von Angehörigen der Feuerwehr Aschheim – zum Beispiel Jugendliche ab 16 Jahren und Feuerwehrangehörige, die entsprechend nah am Gerätehaus wohnen – im Einsatzfall mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto zum Gerätehaus kommen, kam die Frage auf, wie man auch diese für andere Verkehrsteilnehmer (noch) besser wahrnehmbar machen könnte. Denn gerade in den Abend- und Nachstunden und bei schlechten Sichtverhältnissen (Regen, Nebel) sind Fahrradfahrer im Straßenverkehr sehr schlecht zu erkennen; trotz eingeschaltetem Licht.
Aus diesem Grunde entschloss sich die Feuerwehr Aschheim für diese Kameradinnen und Kameraden neongelbe Warnwesten mit Reflexstreifen sowie vorder- und rückseitigem rotem Aufdruck „Feuerwehr im Einsatz“ anzuschaffen. Diese sind nun grundsätzlich von allen Feuerwehrangehörigen unter 18 Jahren, die im Einsatzfall mit dem Fahrrad zum Gerätehaus fahren, zu tragen. Den älteren Feuerwehrkameraden steht es frei, sich ebenfalls eine solche Weste geben zu lassen. Auf diese Weise wird die Wahrnehmbarkeit im Straßenverkehr und damit die Sicherheit der Kameradinnen und Kameraden erheblich erhöht. Zudem ist für andere Verkehrsteilnehmer dann vielleicht leichter verständlich, warum der ein oder andere Radler etwas flotter unterwegs ist.
Die Feuerwehr Aschheim hofft daher auch weiterhin auf so viel Verständnis wie bisher bei den Aschheimer Bürgerinnen und Bürgern, wenn unsere Kameradinnen und Kameraden ihr gemütliches Wohnzimmer oder ihr warmes Bett verlassen und sich auf den Weg machen um zu retten, löschen, bergen oder zu schützen!