PSA – Persönliche Schutzausrüstung

FEUERWEHR – DIENSTANZUG
SCHÜTZT ZWAR NICHT, SCHAUT ABER SCHNEIDIG AUS.

Der Dienstanzug wird bei offiziellen Feierlichkeiten, Festumzügen, Paraden, Trauerfeiern, Prozessionen und Dienstveranstaltungen getragen.

Der Feuerwehr – Dienstanzug, besser bekannt als blaue Uniform, besteht aus einer schwarzen Stoffhose (für Frauen wahlweise auch schwarzer Rock) mit schwarzem Gürtel, Dienstrock (Jacke), hellblauem langärmligen Hemd, schwarzen Socken und schwarzen Schuhen sowie einer Schirmmütze.

Am Dienstrock wird als Ärmelabzeichen am linken Ärmel das Wappen der Feuerwehr getragen.

Ebenfalls am linken Ärmel findet sich das Dienstgrad- und Funktionsabzeichen.

Im Bereich der Brust werden Ehrungen, Abzeichen und Orden angebracht, die die Feuerwehrangehörigen in Ihrer Feuerwehrlaufbahn erlangen


ATEMSCHUTZ
SCHÜTZT VOR ATEMGIFTEN

Beim Brandeinsatz im Innenangriff oder im Außenbereich bei Gefährdung durch Brandrauch, müssen die Einsatzkräfte durch Atemschutzgeräte geschützt werden.

Gerade im Innenangriff, wo die Temperatur auf Türklinkenhöhe bereits zwischen 200 °C und 400 °C betragen kann, ist der Atemschutz unumgänglich. In den beiden (bei den Feuerwehren der Gemeinde Aschheim) auf dem Rücken getragenen Flaschen befinden sich je 6,8 Liter Atemluft die mit 300 bar in die Flaschen gepresst sind und je nach Intensität ein Arbeiten zwischen 45 und 60 Minuten erlauben.

Über einen Atemanschluss mit Druckminderer gelangt die Luft in die Ganzgesichtsmaske. Dort wird sie eingeatmet. Die Masken sind zum Teil mit Sprechgarnituren ausgestattet, die eine Kommunikation im Trupp erleichtern und ein Anschließen von Funkgeräten ermöglichen.

Aber auch bei Einsätzen mit gefährlichen, giftigen oder radioaktiven Stoffen kommen Atemschutzgeräte zum Einsatz. Die Atemschutzgeräte werden im Normalfall über der Einsatzkleidung oder im Sonderfall im Schutzanzug getragen (siehe Chemikalienschutzanzug).

Zu den Atemschutzgeräten wird eine Flammschutzhaube über die Maske getragen.
Alle Atemschutzgeräteträger sind zudem mit speziellen Handschuhen, zur Brandbekämpfung, ausgestattet.
Eine leichte Form des Atemschutzes stellen Filter und Maske dar. Diese können jedoch nur dort getragen werden, wo sich genügend Sauerstoff in der umgebenden Luft befindet. Denn wie der Name schon sagt können lediglich Partikel herausgefiltert werden.


FEUERWEHR EINSATZKLEIDUNG
SCHÜTZT VOR VERLETZUNGEN, WETTER, WÄRME, STICHFLAMMEN UND STRASSENVERKEHR

Die ausrückende aktive Mannschaft ab 18 Jahren wird mit der vierlagigen Einsatzkleidung, bestehend aus Latzhose und Überjacke, aus besonders widerstandsfähigem Oberstoff ausgerüstet.

Die integrierte Noppenfolie schafft ein Luftpolster in der Kleidung die vor Hitzeeinwirkung von außen schützt.
Diese Eigenschaft ist vor allem im Innenangriff nötig.

Feuerwehr Sicherheitsstiefel, Schutzhandschuhe zur technischen Hilfeleistung und Feuerwehrhelm mit Nackenleder runden die Einsatzkleidung ab.

Im Inneren der Jacke befindet sich ein integriertes Gurtsystem, dass den alten bekannten Feuerwehrhaltegurt ersetzt. Er dient zum Retten und Selbstretten.

Diese persönliche Schutzkleidung wurde nach den Bedürfnissen der gemeindlichen Feuerwehren konzipiert. So findet man neben einer Vielzahl von Taschen und Durchgriffen eine Funkgerättasche und einen Handlampenhalter. Die sandfarbene Farbgebung ermöglicht es Verschmutzungen und damit Kontamination während oder nach Einsätzen leichter feststellen zu können. Eine Blut- und Virenundurchlässige Membran schützt die Einsatzkräfte zusätzlich.


JUGENDSCHUTZANZUG (Orange)
SCHÜTZT VOR WETTER UND SCHMUTZ

Mit Eintritt in die Jugendfeuerwehr erhält jeder Jugendlich zwischen 14 und 16 Jahren einen Jugendschutzanzug. Wenn die Jugendlichen noch nicht an Einsätzen teilnehmen dürfen tragen sie den Jugendschutzanzug (Orange) bis zur Vollendung des 17 Lebensjahres.

Der Anzug besteht aus Latzhose und Überjacke mit Reflexstreifen, Feuerwehr Sicherheitsstiefel mit durchtrittsicherer Sohle und Stahlschutzkappen, Schutzhandschuhen sowie Feuerwehrhelm mit Nackenleder. Im Einsatz darf der Jugendschutzanzug nicht getragen werden.

JUGENDSCHUTZANZUG FÜR AUSRÜCKER (Gelb)
SCHÜTZT VOR VERLETZUNGEN, WETTER, WÄRME, FUNKEN UND STRASSENVERKEHR

Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die bereits ausrücken dürfen oder Kameradinnen und Kameraden die gerade in der Grundausbildung sind aber noch nicht ausrücken dürfen, tragen den Schutzanzug „Bayern 2000 mit Überjacke München“. Der Kleidungssatz besteht aus Latzhose und Überjacke die in Kombination eine Zulassung für Einsätze auf Straßen haben, ohne dass eine Warnweste getragen werden müsste. Feuerwehr Sicherheitsstiefel, Schutzhandschuhe zur technischen Hilfeleistung sowie der Feuerwehr Helm mit Visier und Nackenleder runden den Schutzanzug ab. Sie hält den Träger im Winter warm und schützt im Brandeinsatz vor Hitze und Funkenflug.


FIRST RESPONDER SCHUTZKLEIDUNG
SCHÜTZT VOR VERLETZUNGEN, WETTER, WÄRME UND STRASSENVERKEHR

Die Einsatzkleidung für die First Responder besteht aus einer dreilagigen Latzhose und Überjacke.

Dem Einsatzzweck, medizinische Hilfe geschuldet, wurde die Kleidung in schwarz-roter und in leichterer Ausführung (dreilagig) bestellt.

Der Oberstoff ist ebenfalls besonders widerstandsfähig. Die Frist Responder Kräfte tragen zu den Feuerwehrsicherheitsstiefeln den Feuerwehrhelm mit Visier und Nackenleder.


RETTUNGSHUNDESTAFFEL
SCHUTZKLEIDUNG
SCHÜTZT VOR VERLETZUNGEN, WETTER, WÄRME UND STRASSENVERKEHR

Die Kräfte der Rettungshundestaffel tragen die gleiche Ausrüstung wie die Responderkräfte.

Die Helme sind allerdings aus dem alpinen Bereich.
Der Feuerwehrhelm würde bei Suchen im Dickicht und Wald behindern.
Zudem sind die Anforderung an die Sicherheit des Helmes, bei Suchen, nicht so hoch, wie im Feuerwehreinsatz.


PSA GEGEN ABSTURZ
SCHÜTZT VOR ABSTURZ

Immer dann, wenn Einsatzkräfte an einer Kante eingesetzt werden, an der ein Absturz möglich, oder generell mit einem Abstürzen zu rechnen ist, müssen diese gegen Absturz gesichert werden.

Vor allem zur Beseitigung von Sturmschäden und Tätigkeiten auf Dächern muss gegen Abstürze gesichert werden.

Aber auch bei Brandeinsätzen, wenn beispielsweise mit dem Kollabieren eines Daches gerechnet werden muss, ist PSA gegen Absturz zu tragen.

Die PSA besteht aus der Feuerwehr-Einsatzkleidung, einem Set Absturzsicherung mit Halte-/ Klettergurt, Helm in alpiner Ausführung, Verbindungs- und Anschlagmittel sowie Kernmanteldynamikseil (Kletterseil).


SCHNITTSCHUTZKLEIDUNG
SCHÜTZT VOR SCHNITTVERLETZUNGEN

Die Schnittschutzkleidung ist bei Arbeiten mit der Motorsäge zu tragen.
Sie wird über der Einsatzkleidung getragen und besteht aus Schnittschutzhose mit umlaufendem Stoff, Forsthelm mit Visier und Gehörschutz.
Für Arbeiten aus dem Rettungskorb der Drehleiter heraus wird diese Ausrüstung um eine Schnittschutzkleidung und Schnittschutzhandschuhe ergänzt.


INSEKTENSCHUTZKLEIDUNG
SCHÜTZT VOR STICHEN

Die Insektenschutzkleidung besteht aus einem weißen Overall mit Bund an Händen und Füßen, Imker-Hut mit vollumlaufendem Netz sowie Schutzhandschuhen.

Die Schutzkleidung wird mit den Feuerwehr Sicherheitsstiefeln getragen.
Sie schütz den Träger vor Wespen-, Bienen- und Hornissenstichen und ermöglicht das Arbeiten in der Nähe der Tiere.

Hinweis: Die Feuerwehr beseitigt grundsätzlich keine Wespennester oder sonstige Nester, außer es lässt sich nicht durch einen Imker oder Schädlingsbekämpfer beseitigen und es besteht Gefahr für Leib und Leben. Auch das Schließen und nicht wieder öffnen eines Fensters, gehört übrigens zur Minimierung einer möglichen Gefahr.


WASSER- & KÄLTESCHUTZANZUG
SCHÜTZT VOR ERTRINKEN UND KÄLTE

Wenn Personen im Wasser drohen unter zu gehen oder im Eis eingebrochen sind, schützen sich die Einsatzkräfte mit Wasser- und Kälteschutzanzügen.

Diese bestehen aus Trockenanzügen mit angeschweißten Stiefeln und Neoprenabdichtung im Gesicht- und Handbereich.

Über dem Anzug wird eine Schwimmweste getragen die zusammen mit dem Anzug einen Auftrieb von 1,5 kN erzeugt.

Ein unter Wasser ziehen des Retters durch eine, ums Überleben kämpfende Person oder Tier, ist damit gering. Jeder Anzug ist mit einer Halteleine verbunden und wird am Ufer von zwei Einsatzkräften gesichert, die ihn im Notfall aus dem Wasser oder vom Eis ziehen können.

Durch den Wasserdichten Abschluss erleiden die Träger keine Unterkühlung im kalten Wasser.

Für Einsätze auf dem Eis wird die Ausrüstung um einen, mit Druckluftflasche aufblasbaren Rettungsschlitten sowie Eispickel, geeignet zum vorwärtsziehen auf dem Eis, ergänzt.

Die Einsatzkräfte können entweder von einem der Boote aus zum Einsatz kommen oder gehen bzw. kriechen über das Eis zur Einbruchstelle.


KONTAMINATIONSSCHUTZ-ANZUG FORM 3
SCHÜTZT VOR (RADIOAKTIVER) KONTAMINIERUNG

Bei Einsätzen mit radioaktiven Stoffen wird ein Ganzkörperschutzanzug mit einer Gummiabdichtung an Armen und Beinen getragen.

Zwei Handschuhe gegen Verschmutzung und Beschädigung werden übereinander getragen.

Über dem Anzug selbst wird Atemschutz angelegt.

Ergänzt wird die Schutzausrüstung durch Messgeräte, Dosisleistungsmesser und Dosisleistungswarner sowie Filmdosimeter, um die vorgehenden Trupps vor Strahlenbelastung zu warnen. Die Kontaminationsschutz-ausrüstung schützt vor radioaktiver Verschmutzung, aber nur bedingt vor Strahlung.

In der Form 1 werden nur Kontaminationsschutzhaube und Handschuhe zur Einsatzkleidung angelegt.
Dies jedoch nur zur zeitkritischen Menschenrettung.


HITZESCHUTZKLEIDUNG FORM 2
SCHÜTZT VOR GROSSER HITZE

Die Hitzeschutzkleidung
Form 2 besteht aus einem Poncho mit Haube und Visier, sowie Handschuhen jeweils mit aufgedampften Metallen zum Schutz vor Hitzestrahlung.

Die Hitzeschutzkleidung wird über den Atemschutzgeräten getragen und wird vornehmlich bei Tanklastzug-, Tankstellen oder Industriebränden verwendet, wo eine starke Brandintensität und Hitzestrahlung vorherrscht.


CHEMIKALIENSCHUTZ-ANZUG FORM 3
SCHÜTZT VOR KONTAMINATION MIT CHEMIKALIEN UND GASEN

Der Chemikalienschutzanzug Form 3 ist ein Gasdichter, Chemikalienbeständiger und vollabdeckender Schutzanzug mit angeschweißten Sicherheitsstiefeln und Handschuhen.

Der Träger ist darin Komplett gegen die Außenwelt abgeschirmt und muss im Anzug Atemschutz tragen. Der Anzug verhindert, dass der Träger mit auslaufenden Chemikalien oder ausströmenden Gasen in Berührung kommt.

Mit ihm ist es möglich Leckagen abzudichten oder Gaslecks zu schließen.

Die Arbeiten im Chemikalien-schutzanzug sind beschwerlich, so dass die gesamte Einsatzzeit auf 20 Minuten beschränkt ist.

Der Feuerwehr stehen weitere leichte Chemikalienschutz-anzüge als Standardausrüstung auf allen Löschfahrzeugen zur Verfügung.

Diese schützen bedingt vor Gasen, aber sehr vielen Flüssigkeiten und werden auch zur Dekontaminierung (Reinigung der CSA Träger nach dem Einsatz) und Kontaminationsnachweis (Nachweis auf radioaktive Verschmutzung) benutzt