Leistungsprüfung THL

17.11.2019 um 19:17 Uhr

Bericht

Am Abend des 08.11.2019 hieß es gleich zweimal: „Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim zur Leistungsprüfung angetreten!“. Zwei Löschgruppen absolvierten unter den Augen von drei Schiedsrichtern aus dem Landkreis (darunter unsere stellvertretender Kommandant Robert Marzinke) die Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“. Eine der beiden Gruppen legte dabei das Leistungsabzeichen in Bronze und damit die erste Stufe ab. Hier fanden sich einige Quereinsteiger, Neulinge und erfahrene Kameraden zusammen, die dieses Leistungsabzeichen zum ersten Mal bestritten. In der zweiten Gruppe befanden sich „alte Hasen“, wobei der Altersdurchschnitt knapp unter 30 Jahren lag und bereits bis zur Stufe 4. also Gold-Grün abgelegt wurde.
Vor der Personenrettung werden die Kameradinnen und Kameraden, die die Stufe 2. oder höher absolvieren, noch in sogenannten Einzelaufgaben geprüft. Von erster Hilfe, über Gerätekunde, Fahrzeugkunde oder dem Ausfüllen eines Fragebogens ist alles dabei und zu beherrschen.
Im Anschluss wird ein Verkehrsunfall auf einer Straße angenommen, bei der eine Person im Fahrzeug eingeklemmt ist. Da bei einem derartigen Unfall je nach Schweregrad der Verletzung höchste Eile geboten ist, muss zur Vorbereitung der Befreiung, Absicherung und Sicherstellen des Brandschutzes alles sehr schnell gehen, um nicht unnötig Zeit zu verlieren. Nach Erkundung durch den Gruppenführer werden die Maßnahmen beschlossen und die entsprechenden Befehle an die Gruppe erteilt. Da es sich hier wie beim Löschaufbau um einen standardisierten Einsatz handelt, wissen die Einsatzkräfte anhand ihrer Sitzposition im Fahrzeug, welche Aufgabe jeweils von ihnen erwartet wird. Die Leistungsabzeichen THL und Löschaufbau sind die einzigen abzuprüfenden Drill-Übungen der Bayrischen Feuerwehren.
Der Melder geht als erster zur Betreuung und medizinischen Versorgung zur eingeklemmten Person vor, denn dies ist die wichtigste Aufgabe für die Feuerwehr bis der Rettungsdienst eintrifft, der die medizinische Hilfeleistung dann übernimmt. Währenddessen sichert der Angriffstrupp das Fahrzeug gegen Wegrollen und unterbaut es, um später die Person erschütterungsarm mit hydraulischem Gerät befreien zu können. Dieses wird zeitgleich vom Schlauchtrupp (bzw. Gerätetrupp) zusammen mit weiteren Werkzeugen vorbereitet. Der Wassertrupp sichert zeitgleich die Einsatzstelle 50m vor sowie hinter dem Löschfahrzeug gegen den Verkehr und sperrt die Straße. Der Maschinist leuchtet die Einsatzstelle aus, unterstützt bei der Geräteabnahme und bedient die Aggregate und Feuerlöschkreiselpumpe, die zur Sicherstellung des Brandschutzes mit einem C-Rohr benötigt wird. Letzteres nimmt der Wassertrupp auf Befehl vor, sobald seine erste befohlene Maßnahme ausgeführt ist. Nachdem das Fahrzeug unterbaut ist, geht der Angriffstrupp auch schon mit der hydraulischen Rettungsschere und dem hydraulischen Spreizer vor. Nach einmaligem Öffnen und Schließen der Geräte (so wird geprüft, ob beide ordnungsgemäß angeschlossen und betriebsbereit sind) ist die Übung beendet. Ganze 2:23 bzw. 2:19 Minuten hat der in beiden Fällen fehlerfreie Aufbau an diesem Freitag gedauert. Guad g‘macht!
Wir gratulieren den Teilnehmern der Stufe 1 Regina Bauer, Benjamin Breunig, Thomas Hildebrandt, Marina Linde, Andreas Link, Christoph Rüthing, Michael Sturm, Tobias Theiss, Bernward Winklhoff, der Stufe 2 Rudolf Petz, der Stufe 3 Florian Brunold, der Stufe 4 Konrad Blechinger, Florian Buchner, Sebastian Finkl, Emmeran Haller, Nikolaus Himmler, Marco Lehnert und bedanken uns bei den Kameradinnen und Kameraden unter der Führung von Oberlöschmeister Florian Brunold für die Ausbildung und die hervorragende Vorbereitungen.