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Hoch hinaus – Kranübung

01.11.2007 um 00:00 Uhr

Bericht

In der vergangenen Woche fanden bei der Feuerwehr Aschheim wieder fortführende Übungen zum Thema „Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen“ – kurz „Absturzsicherung“ – statt. Alle Teilnehmer hatten bereits einen oder mehrere Übungsabende mit Theorie, Knotenkunde und praktischen Grundlagen zur Handhabung des „Gerätesatzes Absturzsicherung“ absolviert.
Die diesmalige Fortbildung bestand aus zwei Übungseinheiten. In der ersten, die im Rahmen einer abendlichen Übung abgehalten wurde, stand die Wiederholung der wichtigsten Knoten und der Einsatzgrundsätze, eine Höhengewöhnungsübung in Verbindung mit dem vertikalen Vorstieg sowie das Durchführen eines horizontalen Vorstiegs auf dem Programm. Die Teilnehmer stiegen für die Höhengewöhnung auf die 30 Meter hohe Drehleiter und setzten dabei ihre benötigten Zwischensicherungen, die im Falle eines Sturzes selbigen auffangen würden. Im obersten Teil des Leiterparks angekommen galt es auf die andere Seite der Drehleiter zu klettern, einen Leiterparkteil – im Überhang – herabzusteigen und danach auf der „richtigen“ Seite wieder ganz nach unten zu klettern. Der horizontale Vorstieg wurde an einem Geländer trainiert.
Im zweiten praktischen Teil der Fortbildung , welcher am vergangenen Samstag auf der Baustelle der Firma Züblin im Industriegebiet Dornach stattfand, galt es dann, einen vertikalen Vorstieg an einem Baukran bis auf eine Höhe von etwa 20 Metern durchzuführen. Nachdem alle Teilnehmer diese Aufgabe hervorragend gemeistert hatten, ging es bis ganz hinauf auf den Baukran. Dort hatten die Kameraden dann die Möglichkeit, im horizontalen Vorstieg – das heißt gesichert durch ein Kernmanteldynamikseil, welches in die von ihnen gesetzten Zwischensicherungen eingehängt wurde und gesichert durch zwei Kameraden – auf den Ausleger des Baukrans in circa 40 Meter Höhe hinauszugehen. Dies stellte insbesondere eine mentale Herausforderung dar , da man sich ja nur noch auf einem äußerst schmalen Stahlträger vorwärts bewegte. Auch diese Herausforderung wurde von allen Teilnehmern mit Bravour gemeistert.

Sinn und Zweck dieser Ausbildung und solcher Übungen ist, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr Aschheim dazu in der Lage sein sollen, auch in absturzgefährdeten Bereichen zu arbeiten, ohne sich selbst über die Maßen zu gefährden. Dies war in der Vergangenheit bereits der Fall bei der Befreiung diverser Hausdächer von größeren Schneemassen oder beim Öffnen eines Daches zur Brandbekämpfung. Aber es können mit den erlernten Fähigkeiten beispielsweise auch Personen, die sich nicht selbst aus einer Notlage befreien können und abzustürzen drohen, bis zu ihrer Rettung gesichert werden.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Thema „Absturz-/Höhensicherung“ zwar recht übungsintensiv ist, aber auch sehr interessant und – wie bereits verschiedene Einsätze in der Vergangenheit gezeigt haben – wichtig ist. Gut also, dass wir eine immer größer werdende Gruppe von Kameraden in der Feuerwehr Aschheim haben, die sich über den „normalen“ Feuerwehrdienst hinaus mit diesem Thema beschäftigt.

Abschließend ergeht an dieser Stelle noch ein ganz besonderer Dank an die Firma Züblin und deren Bauleiter, die uns gerne die Möglichkeit einräumten, auf ihrer Baustelle und an ihrem Kran zu üben, was nicht selbstverständlich ist!