Großübung der Feuerwehr Aschheim – Realistisches Szenario auf abgelegenem Hof
Bericht
Am 23. April um 19 Uhr führte die Feuerwehr Aschheim eine groß angelegte Einsatzübung auf dem Hof eines Kameraden außerhalb der geschlossenen Ortschaft durch. Der Eigentümer stellte uns das Gelände freundlicherweise zur Verfügung – eine ideale Umgebung, um unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Besonders herausfordernd: die schlechte Löschwasserversorgung vor Ort. Es stand lediglich ein Hydrant sowie zwei Löschbrunnen zur Verfügung.
Ausgangslage: Rauchentwicklung aus Scheune
Die Übung begann mit der fiktiven Meldung „Rauchentwicklung aus landwirtschaftlichem Anwesen“. Um die Lage möglichst wirklichkeitsgetreu darzustellen, wurde die Scheune mit Nebelmaschinen vollständig verraucht. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand – gemäß Übungsszenario – ein Traktor in Vollbrand – das Feuer hatte sich bereits auf den angrenzenden Stadel übertragen.
Beteiligte Kräfte:
Insgesamt waren drei Löschzüge der Feuerwehr Aschheim im Einsatz.
Zusätzlich unterstützten neun Mitglieder der Jugendfeuerwehr als Versteckpersonen die Übung, damit eine realistische Menschenrettung unter Atemschutz vorgenommen werden konnte. Diese wurden vor Ort als vermisste Kinder gemeldet.
Die Übung wurde im Vorfeld von den Kommandanten und weiteren Führungskräften intensiv vorbereitet – bewusst „im stillen Kämmerlein“, damit die Mannschaft auf ein möglichst realitätsnahes Szenario trifft.
Ablauf und Schwerpunkte:
Um die Einsatzleitung realistisch zu fordern, wurden im Hintergrund zwei weitere Feuerwehren sowie Rettungskräfte fiktiv hinzugezogen. Die Anfahrt der realen Kräfte erfolgte mit Sondersignal, um den Gesamtablauf authentisch zu gestalten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Löschwasserversorgung. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wurde hierfür ein eigener Einsatzabschnitt gebildet, der alternative Förderwege und stabile Wasserabgabe sicherstellen musste.
Die übrigen Einsatzkräfte durchsuchten den stark verrauchten Stadel unter Atemschutz, retteten die versteckten Kinder, bekämpften den Brand von Traktor und Scheune und übernahmen währenddessen die Erstversorgung der geretteten Personen.
Beobachtung und Fazit:
Die Übungsbeobachter zeigten sich insgesamt sehr zufrieden mit dem Ablauf, der Zusammenarbeit der Einheiten und der strukturierten Abarbeitung der komplexen Lage.
Funfact:
Obwohl alle relevanten Stellen im Vorfeld informiert waren, wurde die Übung kurzzeitig von einer Polizeistreife besucht, die das Blaulicht wahrgenommen hatte. Nach kurzer Klärung verfolgten die Beamten das Szenario interessiert weiter.
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