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Großübung der FF Aschheim

27.05.2005 um 11:30 Uhr

Bericht

Im Rahmen einer Großübung konnte die Feuerwehr Aschheim ein zum Abriss freigegebenes (jedoch nicht einsturzgefährdet) Haus als Übungsobjekt benutzen. Zu diesem Anlass wurden die Damen und Herren des Gemeinderates eingeladen damit diese sich ein Bild über die Arbeit der Feuerwehr und den Ablauf eines größeren Einsatzes machen konnten. Um die Übung so realistisch wie möglich zu gestallten wurde die Ortsteilfeuerwehr Dornach ebenfalls zu der Übung geladen, da diesem im Brandfall als zweite Feuerwehr die Aschheimer Kräfte unterstützen soll.
Angenommene Lage war ein Brand in einem Wohnhaus mit angeschlossener Lagerhalle.
Rauch drang aus dem Wohnhaus und einem Teil der Lagerhalle worauf die Einsatzleitung, der stellvertretende Kommandant Gerhard Widhopf, beschloss die Einsatzstelle in zwei Abschnitte zu unterteilen. Abschnitt eins war für die Personenrettung und Brandbekämpfung im Wohngebäude zuständig, Abschnitt zwei für die Lagerhalle.
Aufstellungsfläche für LF 16/12, MZF (als Einsatzleitwagen), RW 2 und Versorgungs- LKW war die Ismaningerstraße. Das TLF 16/25 und die DLK wurden in einer Seitenstraße in Stellung gebracht um die aus dem Dachstuhl schlagenden Flammen mittels Wendestrahlrohr zu bekämpfen. Das LF 16-TS ging am Pfarrheim in Stellung. Die Feuerwehr Dornach positionierte als Unterstützungsfahrzeug das LF 16/12 in der Ismaningerstraße und das LF 8/6 in der Münchner Straße um die Wasserversorgung der Einsatzstelle über die Münchner Straße zu gewährleisten.
Im Abschnitt eins ging ein erster Angriffstrupp unter umluftunabhängigem Atemschutz in das Gebäude vor und begann mit dem Innenangriff. Zwei Personen waren vom Feuer und Rauch eingeschlossen und riefen aus den Fenstern um Hilfe. Ein zweiter Trupp wurde ebenfalls in das Gebäude geschickt um mit der Rettung dieser Personen zu beginnen.
Im Abschnitt zwei wurde derweil durch ein offenes Tor der Lagerhalle ein Behälter entdeckt der mit einer Gefahrguttafel bestückt war. Sofort wurde ein Angriffstrupp unter Chemikalienschutzanzug vorgenommen um die auslaufende Flüssigkeit aufzufangen, das Leck abzudichten und die Stoffnummer an die Einsatzleitung zu übermittel. Eine Ölsperren wurde nun vorsichtshalber vorbereitet um eventuell austretendes kontaminiertes Löschwasser aufzufangen.
Mittlerweile waren die Angriffstrupps im Wohnhaus dabei die letzte zwei inzwischen gefundenen bewusstlosen Personen in Sicherheit zu bringen. Diese und die beiden zuvor geretteten wurden im bereits aufgebauten Schnelleinsatzzelt von den First Responder und dem Feuerwehrarzt medizinisch versorgt.
Im Abschnitt zwei ging ein weiterer Trupp unter CSA vor und bracht die nun errichtete Ölsperre in Position. Als die CSA Trupps den Einsatz beendeten, mussten sie noch im errichteten provisorischen Dekontaminationsplatz gereinigt werden.
Die Übung wurde nach der Reinigung der CSA Trupps beendet. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung und einer ebenso kurzen Ansprache des ersten Bürgermeisters Helmut J. Englmann wurden die Gerätschaften gereinigt und aufgeräumt. Im Anschluss der Übung trafen sich der Gemeinderat und die an der Übung beteiligten Kräfte zum Grillen im Feuerwehrgerätehaus Aschheim.