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Generalversammlung 2014

21.03.2014 um 19:00 Uhr

Bericht

Generalversammlung am 21. März 2014

Am Freitag, den 21. März 2014 konnte der 1. Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim, Stephan Kemle, 81 aktive Feuerwehrkräfte, zehn passive, ein förderndes und sechs Ehrenmitglieder begrüßen.
Nach dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Konrad Haller und Jakob Frank berichtete der 1. Kommandant Helmut Meier vom vergangenen Jahr. Die Aschheimer Einsatzkräfte wurden im vergangenen Jahr zu 539 Einsätzen alarmiert. Erstmals seit sieben Jahren ist damit die Zahl der Einsätze wieder leicht gesunken, sie bewegt sich aber trotzdem auf dem mittleren Niveau dieses Zeitraums. Die einzige Art von Einsätzen, die zugenommen hat, waren Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen: Hier musste die Aschheimer Feuerwehr insgesamt 45 mal ausrücken.
Aktuell hat die Feuerwehr 106 Einsatzkräfte über 18 Jahre. Sehr zufrieden sind die Verantwortlichen mit dem Nachwuchs: Aktuell werden in der Jugendfeuerwehr 21 Personen auf die ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr vorbereitet, so viel wie nie zuvor.
In einem kurzen Überblick der bemerkenswertesten Einsätze musste Kommandant Helmut Meier von vielen Verkehrsunfällen auf den Straßen im Ortsgebiet und auf der A99 berichten. Indirekt mit dem Verkehr hat auch der herausragendeste Einsatz zu tun: Auf der Baustelle für die neue Autobahn-Anschlussstelle Aschheim Nord von der A99 auf die M3 wurde ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, der mit 120 kg TNT und einer Gesamtmasse von 250 kg doppelt so groß war wie die im Vorjahr in Schwabing gefundene Bombe. Im Gegensatz zu dieser konnte der in Aschheim gefundene Sprengkörper aber vom Kampfmittelräumdienst aufgrund des deutlich einfacheren mechanischen Zünders schnell entschärft werden.
Besonders ging Kommandant Helmut Meier auf die aktuelle Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses ein. Die Ende des letzten Jahrtausends vorgesehenen Umkleideplätze für die Einsatzkräfte reichen – glücklicherweise – einfach nicht mehr aus, weswegen die zentrale Umkleide an der südwestlichen Gebäudeecke mit einem Anbau erweitert werden muss. Gleichzeitig wird das Gerätehaus an der nördlichen Seite um zwei Fahrzeugstellplätze und einen großen Schulungsraum im 1. OG erweitert. Das erweiterte Feuerwehrgerätehaus wird voraussichtlich am 12.7. eingeweiht, Ein Tag der offenen Tür für die Bevölkerung findet dann am 20. Juli statt.
Ende des Jahres soll dann das erste neue Fahrzeug auf einem der neuen Stellplätze stehen: Dann wird ein Mercedes Sprinter als Mannschaftstransporter geliefert. Noch in der Ausschreibungsphase befindet sich ein Gerätewagen für die Rettungshundestaffel. Die neuen Fahrzeuge werden natürlich mit Digitalfunk geliefert, die eistierenden Fahrzeuge werden aktuell auf Digitalfunk umgerüstet. Ebenfalls ankündigen konnte der Kommandant die Beschaffung neuer Einsatzkleidung, deren Ausschreibung in Kürze veröffentlicht wird.
Zuletzt dankte Kommandant Meier dem 1. Bürgermeister der Gemeinde Aschheim, Helmut J. Englmann, der zum letzten Mal einer Mitgliederversammlung der Feuerwehr als amtierender Bürgermeister beiwohnte, für seine Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten 24 Jahren. Unter Bürgermeister Helmut J. Englmann wurde der gesamte heute existierende Fuhrpark der Aschheimer Feuerwehr beschafft, für ein paar Fahrzeuge wurde sogar schon ein Ersatz angeschafft.
Herausragend war sicher das Engagement des 1. Bürgermeisters bei der Einführung der First-Responder-Einheit der Feuerwehr Aschheim. Zusammen mit den Feuerwehren Unter- und Oberschleißheim rückten 1994 erstmals medizinisch ausgebildete Feuerwehrleute aus, um beispielsweise nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einer schweren Verletzung zu helfen. Anfangs wurden die Feuerwehren für dieses Engagement teilweise aufs heftigste kritisiert, unser Bürgermeister hat sich aber immer vor uns gestellt. Mittlerweile sind die First-Responder- und Helfer-vor-Ort-Gruppen nicht mehr wegzudenken: In jedem bayerischen Landkreis gibt welche und alleine im Landkreis München verfügen momentan 14 Feuerwehren über First-Responder-Gruppen.
Weitere Meilensteine in der Amtszeit von Bürgermeister Englmann waren neben dem Bau des heutigen Gerätehauses der Bau des Feuerwehrübungsplatzes und die Integration der Rettungshundestaffel zur Vermisstensuche, mit der die Feuerwehr Aschheim wieder eine Vorreiterrolle in Bayern übernommen hat.
Auch der Jugendwart Günther Pinkenburg dankte in seinem Bericht dem scheidenden Bürgermeister für seine Unterstützung der Jugendfeuerwehr, die schließlich den größten Teil der zukünftigen Einsatzkräfte hervorbringt. Außerdem berichtete er von den diversen Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr: Sie errang unter anderem den zweiten Platz im letztjährigen Kreisjugendfeuerwehrtag in Oberschleißheim und beim Jugendwissenstest konnten alle Aschheimer Teilnehmer ihr Feuerwehrwissen erfolgreich unter Beweis stellen. Eine Besonderheit war sicher die Umweltehrung des Landkreises München, mit dem die Aschheimer Jugendfeuerwehr für ihre starke Beteiligung seit ihrer Gründung 1991 am Ramadama der Gemeinde durch Landrätin Johanna Rumschöttel geehrt wurde.
Auch die Leiterin der Rettungshundestaffel, Christina Lex, konnte von einem erfolgreichen Jahr 2013 berichten. Mit elf geprüften Einsatzteams ist die Rettungshundestaffel der Aschheimer Feuerwehr die stärkste im Landkreis. Alle elf Hunde und ihre Führer verfügen über die Freigabe zur Flächensuche, fünf davon sind auch für die Suche in Trümmerfeldern geprüft. Wie jedes Jahr nahmen die Hunde der Rettungshundestaffel auch an der sogenannten RH3-Prüfung teil, die beispielsweise für internationale Einsätze in Erdbebengebieten qualifiziert. Im vergangenen Jahr wurde die Rettungshundestaffel zu 13 Einsätzen im Landkreis München und darüber hinaus alarmiert.
Der 1. Vorsitzende Stephan Kemle konnte ebenfalls von einem herausragenden Jahr berichten, denn 2013 wurde unter anderem wieder ein neuer Maibaum im Aschheim aufgestellt.
Seit dem 6. April haben die Mitglieder und Freunde der Feuerwehr Aschheim an dem über 36 Meter langen Fichtenstamm gearbeitet: Gehobelt, geschliffen, grundiert, geschnürt, bemalt – und das sind nur die Arbeiten am eigentlichen Baum. Dazu mussten die teilweise stark verwitterten Maibaumtaferln neu gemalt und die bei einem Unwetter beschädigten Halterungen völlig neu angefertigt werden. Dann brauchten wir natürlich viele Maibaumwachen, und auch das eine oder andere Fest wollte am Feuerwehrübungsplatz veranstaltet werden.
Am 1. Mai wurde dann nach einem kurzen Festzug unser Maibaum aufgestellt. Während der Aufstellarbeiten unterhielten uns Aschheimer Kinder mit einem Wagenradtanz und die Aschheimer Schuahplattler. Anschließend strömten die Besuchermassen in Richtung Tannenstraße und Feuerwehrhaus, wo erstmals die Maibaumfeier stattfand. Zu dieser Veranstaltung zeigte sich auch wieder die besondere Stärke der Feuerwehr, als ziemlich genau 2500 Besucher das Gerätehaus ansteuerten und in kürzester Zeit entsprechend viele Mittagessen angeboten werden konnten.
Der 1. Vorsitzende Stephan Kemle konnte noch auf ein anderes Ereignis hinweisen, das den meisten Aktiven gar nicht bewusst war: In diesem Jahr wird die Aschheimer Feuerwehr 140 Jahre alt. Wir werden diesmal allerdings kein großes Fest veranstalten, sondern nur im kleinen Kreis feiern.
Nun erhielt der 1. Bürgermeister Helmut J. Englmann das Wort. In den 30 Jahren seiner Amtszeit war er kraft seines Amtes „Chef der Feuerwehr“. Nach einem kurzen Rückblick, in dem er an die Herausforderungen bei der Einführung der Aschheimer Innovationen, besonders die First Responder, erinnerte, dankte er den Kommandanten, dem Vereinsvorstand und den aktiven und passiven Feuerwehrmitgliedern für ihre Unterstützung und ihre Hilfe während der vergangenen drei Jahrzehnte.
Der Kassier James Howell zog ein positives Fazit des vergangenen Jahres. Die Aufstellung des Maibaums und die im Umfeld organisierten Feste erbrachten erwartungsgemäß einen Überschuss. Der Kassenprüfer Peter Dietrich bestätigte wieder eine vorbildliche Kassenführung, so dass die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft nur eine Formsache war.
Neu eingetreten in die Feuerwehr Aschheim sind Christian Bauer, Dominik Huber, Jonas Kirf, Carolin Kreuzig, Alexander Mayer, Andreas Mayer, Benedikt Raab, Michael Schneider, Emily Speer und Florian Vögl, sie erhielten das Vereinsabzeichen in Bronze.
Für 10 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurden Christoph Dietz, Johann Hirschvogel und Maximilian Kümmel. Mit dem silbernen Vereinsabzeichen für 15 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurden Maximilian Gebauer, Tobias Haller, Stephan Kemle, Andreas Meier und Florian Meier. Das Ärmelabzeichen für 20 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Florian Gebauer und Olaf Zierau. Im April auf dem Kreisfeuerwehrtag für 25 Jahre Feuerwehrdienst geehrt werden Florian Habermaas und Bernhard Stilling. Für 30 Jahre Feuerwehrdienst erhielten Gerhard Widhopf und Manfred Gilg das entsprechende Ärmelabzeichen.
Zum Feuerwehrmann befördert wurden Kevin Herzog, Fabian Schaible, Roman Schwendt, Patrick Speer und Florian Vögl. Oberfeuerwehrmann wurden Christoph Dietz, Sebastian Dietz, Josef Finkl und Uwe Mintz. Zum Hauptfeuerwehrmann oder -frau beförderte Kommandant Meier die Einsatzkräfte Konrad Blechinger Sebastian Finkl, Michael Kemle und Christina Lex. Florian Gebauer wurde zum Hauptlöschmeister befördert.