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Gefahrgut – Großübung 2018

16.03.2018 um 22:01 Uhr

Bericht

Am Freitag den 16.03.2018 fand als Abschluss der Winterschulung 2017/2018 mit dem Schwerpunkt „gefährliche Stoffe“ eine Großübung mit den Kameraden der Feuerwehr München Abteilung Trudering statt.

Angenommen wurde dabei folgende Lage: Auf dem Platz einer Spedition war es bei Ladearbeiten zu einem Unfall gekommen. Der Führer eines Ladekrans schwenkte einen von insgesamt zwei geladenen IBC Behälter über die Ladebordwand des LKW ohne das Heck des LkW einsehen zu können. Dabei rammte er seinen Kollegen der gerade den zweiten IBC Behälter und einige noch nicht entladene Fässer auf der Ladebordwand positionierte. Der IBC Behälter fiel samt der Person in eine leere Regenwasserrückhaltegrube, wo er schließlich beschädigt wurde und es zu einem Stoffaustritt kam. Die gestürzte Person war unter dem Behälter eingeklemmt. Der am Kran hängende Behälter wurde im Bereich des Auslassventile ebenfalls beschädigt und hatte so auch eine kleine Leckage. Von den Fässern, war lediglich eines beschädigt. Zu einem Stoffaustritt kam es aufgrund der Lage der Beschädigung jedoch nicht. Der Ladekranführer rief nachdem er den Unfall bemerkt hatte einen Kollegen zu Hilfe und beide stiegen hinab in die Grube um dem hinuntergefallen Kollegen zu helfen. Als Ihnen das nicht gelang bemerkten beide den bereits andauernden Stoffaustritt und versuchten aus der Grube zu flüchten. Der Ladekranführer brach am Rande der Grube bewusstlos zusammen eher er sich nach oben retten konnte. Dem zur Hilfe hinzugezogenen Kollegen gelang es noch den Grubenrand zu erreichen und den Lademeister per Zuruf zu warnen ehe er dann selbst bewusstlos am Rand der Grube zusammen brach. Der Lademeister erkannte die Situation, wählte den Notruf und schilderte der „Übungsleitstelle“ seine Notsituation.

Die zuerst alarmierte und eingetroffene Feuerwehr Trudering verschaffte sich zunächst einen Überblick und errichtete einen Absperrgrenze 50m um den LKW. Zeitgleich mit den ersten Trupps wurde die Erkundung vorangetriebene. Schnell konnte die mit den ersten vorgehenden Trupps errichtete Dekon Stufe 1 zur Dekon Stufe 2 ausgebaut, der dreifache Brandschutz sichergestellt sowie das Ausleuchten der Einsatzstelle abgeschlossen werden.
Inzwischen meldeten die vorgehenden Trupps die Kennzeichnungen auf den Behältern und deren Anzahl mit vermutetem Füllstand sowie den Fund von Personen und den Beginn der Menschenrettung. Weitere Trupps kamen zum Einsatz und begannen die Rettung zu unterstützen und die auslaufenden Stoffe aufzufangen. Parallel zur Befreiung des unter dem Behälter massiv Eingeklemmten konnten die leckgeschlagenen Behälter im weiteren Verlauf abgedichtet werden. Schließlich gelang auch die Befreiung des eingeklemmten mit Lufthebern. Um die Flüssigkeit in Transportbehälter umfüllen zu können, wurde von einer Staffel eine Gefahrgutpumpe samt Zubehör an der Absperrgrenze in Stellung gebracht und im Zuge der Übung einsatzfertig montiert. Nachdem alle Gefahren beseitigt waren bzw. Maßnahmen zu deren Beseitigung eingeleitet waren konnte die Übungsleitung „Übungsende“ vermelden.

Im Anschluss an die Übung gab es eine kleine Brotzeit für alle Übungsteilnehmer. Ein Dank gilt den Teilnehmern der Übung und dem gemischten Team der Übungsvorbereitung für die Vorbereitung sowie Organisation der Übung. Die Winterschulung war ein voller Erfolg was die sehr gute Arbeit der Trupps gezeigt hat.