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Feuerwehr übt bei „High-East“

21.02.2006 um 23:15 Uhr

Bericht

Am vergangenen Wochenende fand für die Feuerwehr Aschheim in der Kletterhalle „High-East“ in Heimstetten eine Übung der etwas anderen Art statt.
Um Feuerwehrangehörige bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen oder auch Personen, die aus größeren Höhen zu stürzen drohen, zu sichern und gegebenenfalls wieder herabzuführen, sind bei vielen Feuerwehren so genannte Gerätesätze Absturzsicherung vorhanden. So auch zwei Stück bei der Feuerwehr Aschheim. Mit den unter anderem darin enthaltenen 100 Meter langen Dynamikseilen, den Klettergurten und dazugehörigen Helmen sind die Einsatzkräfte optimal für die oben genannten Aufgaben ausgerüstet. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen statischen Seilen nimmt ein dynamisches Seil die bei einem Sturz auf den Körper wirkenden Fallkräfte wesentlich besser auf. Dadurch kann Verletzungen, zum Beispiel der Wirbelsäule, vorgebeugt werden.
Aber spezielle Ausrüstung erfordert auch spezielles Training. Und aus diesem Grunde fuhr eine Gruppe unserer Feuerwehr am Samstag den 18.02.2006 in die Kletterhalle „High-East“ in Heimstetten, um dort unter der Anleitung eines erfahrenen Höhenretters der Berufsfeuerwehr München den Umgang mit unserer Ausrüstung zu üben und unsere Fertigkeiten zu erweitern. Wesentliche Bestandteile an diesem Vormittag waren das Sichern und Herabführen einer Person, die sich nicht mehr selbständig aus der Höhe in Sicherheit bringen kann sowie das Retten einer verletzten Person aus einem Schacht unter Zuhilfenahme von Rettungswanne und Flaschenzug. Darüber hinaus hatten wir Gelegenheit – aufgrund der vorhandenen optimalen Räumlichkeiten – sowohl das Selbstretten, heißt das eigene Abseilen mittels Feuerwehrleine, zu üben, als auch ein Falltraining zu absolvieren, um sich das richtige Verhalten bei einem Sturz ins Seil anzueignen.
Dass das Vorhandensein solcher Ausrüstung bei den Feuerwehren sowie die Ausbildung im Umgang damit und das regelmäßige Üben mehr als hilfreich für unsere Aufgaben ist, haben nicht zuletzt die Ereignisse der letzten Zeit im Osten Bayerns gezeigt.
Wir möchten uns deshalb an dieser Stelle ganz herzlich beim Team vom „High-East“ für die Zur-Verfügung-Stellung der Kletterhalle, als auch bei Josef Eicher bedanken, der uns in den gut vier Stunden viele interessante und hilfreiche Dinge gezeigt hat.
Wir haben nun das entsprechende Know-how, um die unter Umständen auf uns zukommenden Aufgaben zu meistern und Menschen in den obigen oder ähnlichen Notsituationen zu helfen; und um hoffentlich gesund von solchen Einsätzen zurück zukommen.