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Einsatztest für RHS

29.03.2010 um 12:40 Uhr

Bericht

Rettungshundeteams der Feuerwehren absolvierten den härtesten Einsatztest für Katastrophensuchhunde in Deutschland

Zur Vorbereitung und Sicherstellung von höchst qualifizierten Rettungshundeteams für den Katastropheneinsatz, wie unlängst in Italien oder jüngst in Haiti, hatten die hessischen Feuerwehren, in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen, vom 19. März bis 21. März 2010 einen Einsatztest organisiert, der nach den einheitlichen Mindeststandards des Landesfeuerwehrverbandes Hessen für Katastrophensuchhunde abgehalten wurde.
Sechs Rettungshundeteams konnten nach positiver Leistungsbestätigung im Fachbereich der Flächensuche mit dem höchsten Einsatzzertifikat des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Ausbildungskennzeichen RH 3 Fläche, ausgezeichnet werden.

Am Freitag, den 19. März 2010 wurde gegen 13:00 Uhr ein simulierter Länderalarm nach dem hessischen Katastrophenschutzkonzept ausgelöst. Um 19:00 Uhr hatten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Wiesbaden, Frankfurt am Main, Aschheim (Landkreis München), Iserlohn und Essen (NRW) im Bereitstellungsraum versammelt, um sich bis zum Sonntag dem härtesten Einsatztest für Rettungshunde in Deutschland zu stellen.
In den darauf folgenden Stunden mussten die Teilnehmer unterschiedlich schwierige Suchaufgaben bei Tag und Nacht in verschiedenen Suchgebieten lösen. Diese waren teilweise bis zu 7 Hektar groß. Weiter waren bei Nacht Laufstrecken von über 6 Kilometern zu absolvieren wobei so viel Überlebende wie möglich aufzufinden und rettungsdienstlich zu versorgen waren. Zusätzlich zur Kraft zehrenden Suchaufgabe musste im schwierigen Gelände die Orientierung anhand von Informationen aus den standardisierten taktischen Zeichen und Symbolen der Feuerwehren gehalten werden, deren Informationsaussage nur mit technischen Navigationsgeräten zum eigentlichen Ziel führten. Es war eine gute Teamarbeit, bei Tag und Nacht sowie zeitweise einsetzendem starkem Regen, in den Suchtrupps (Suchtruppführer und Suchtruppmann) notwendig um die Einsatzaufgaben zusammen mit dem Rettungshund erfolgreich zu lösen.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehren mussten über eine gute konditionelle und physische Verfassung verfügten. Ihnen wurde nur wenige Zeit für Erholung und Regeneration zwischen den Sucharbeiten gegönnt. Die Kraft zerrenden Belastung der Sucharbeiten forderte zusätzlich Körper und Geist. Für sechs Rettungshundeteams war jedoch der Erfolg der Lohn all dieser Mühen und Strapazen.

Hilfe in Situationen großer Not oder Gefahr erfordern ein fachmännisches Vorgehen. Spezialwissen und spezielle Einheiten müssen in Abhängigkeit von möglichen Szenarien zeitnah verfügbar sein. Sie helfen fachgerecht auf außergewöhnliche Ereignisse zu reagieren, unterstützen die originär zuständigen Einsatzkräfte und verringern die Lebensgefahr für die Bürgerinnen und Bürger in einer Notlage.

Rettungshundeteams, die den schwierigen Einsatztest nach den Mindeststandards des Landesfeuerwehrverbandes Hessen mit Erfolg absolvieren, bilden die bestausgebildetste Truppe in den spezialisierten Einheiten mit Rettungshundeteams bei den Feuerwehren. Hier insbesondere für Suchaufgaben nach Katastrophen.