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2000. First-Responder-Einsatz

28.03.2006 um 00:00 Uhr

Bericht

Zu ihrem 2000. First Responder-Einsatz rückten die Kräfte der Feuerwehr Aschheim am Montag, den 20. März, aus: „Internistischer Notfall in Aschheim“ lautete das Einsatzstichwort für unsere First-Responder-Gruppe. Und wie so oft waren unsere Kräfte einige Minuten vor dem Rettungsdienst vor Ort, versorgten die Patientin und verhinderten so Schlimmeres.
Seit dem 25. Mai 1994, also seit fast 12 Jahren, werden medizinisch ausgebildete Feuerwehrleute zu medizinischen Notfällen in Aschheim, Dornach und Umgebung alarmiert. Bei allen lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen (darunter fallen beispielsweise auch Herzinfarkt und Schlaganfall) rücken die First Responder gleichzeitig mit dem Rettungsdienst aus, sind aber aufgrund der Ortsnähe praktisch immer einige Minuten vor dem Rettungswagen am Einsatzort – und auf diese Minuten kann es manchmal ankommen!

Die Feuerwehr Aschheim verfügt über zwei First-Responder-Fahrzeuge, mit denen die jeweils diensthabenden Kräfte von zuhause direkt zum Einsatzort ausrücken. Damit beide Fahrzeuge auch unterschiedliche Einsatzstellen anfahren können oder die zuerst eintreffende Fahrzeugbesatzung nicht auf das andere Auto warten muss, sind die beiden First-Responder-Fahrzeuge gleichwertig ausgestattet: Notfallkoffer beziehungsweise -rucksack, Sauerstoffgerät, Defibrillator und Stifneck-Halskrausen zum Stabilisieren der Halswirbelsäule gehören zur Standardausstattung.

Ermöglicht wird das First-Responder-System durch das überragende Engagement der beteiligten Feuerwehrleute und die Unterstützung durch die Gemeinde, insbesondere durch den 1. Bürgermeister Helmut J. Englmann, und den gesamten Gemeinderat.
Unser Bürgermeister hat als einer der ersten das Plus an Sicherheit für die Aschheimer und Dornacher Bürgerinnen und Bürger erkannt und der Feuerwehr gegen jede Kritik – und die kam reichlich – den Rücken freigehalten; dafür möchten wir ihm ganz besonders danken. Hätte der Bürgermeister sich 1993/1994 den Argumenten der First-Responder-Gegner angeschlossen oder klein bei gegeben, gäbe es diese Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim heute nicht. Und dass die Argumente falsch waren, hat sich mittlerweile gezeigt. Die Feuerwehrsanitäter würden nichts bringen, der Rettungsdienst ist gut genug, war das Hauptargument. Aber mittlerweile hat sich gezeigt, dass sich die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Herzinfarkt verfünffacht, wenn First Responder frühzeitig tätig werden können!

Wenn nur ein Menschenleben durch den Einsatz der First Responder gerettet werden kann, lohnt sich der ganze Aufwand, fanden wir vor 12 Jahren. Mittlerweile haben wir vielen Menschen das Leben gerettet, und noch viel öfters Spätfolgen verhindert oder gemindert.