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Technische Hilfeleistung Straße

21.04.2007 um 18:12 Uhr
Einsatznummer
122
Alarmierung
18:12 Uhr
Einsatzende
20:12 Uhr
Fahrzeuge

Einsatzbericht

Die Feuerwehr Aschheim und die Feuerwehr Ismaning wurden auf die Bundesautobahn 99 in Fahrtrichtung Salzburg zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen. Die Fahrerin eines VW Golfes überfuhr, auf der Fahrbahn liegendes Bettzeug und bremste dadurch stark ab. Drei nachfolgende PKW konnten nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhren in die Unfallstelle. Bei dem Aufprall wurde ein Audi A4 stark deformiert und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Der Fahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Drei weitere Personen erlitten leichte bis mittlere Verletzungen.

Die ersten auf die Autobahn eingefahrenen Kräfte fuhren den Autobahnring A99 bis zur Ausfahrt Haar ab, konnten jedoch keine Feststellung machen. PKW Fahrer, die die Fahrzeuge der Feuerwehr überholten, deuteten in Entgegengesetzter Fahrtrichtung der Feuerwehr. Dies und ein äußerst geringes Verkehrsaufkommen liesen die Einsatzkräfte darauf schließen, dass sich der Unfall entgegen den Meldungen vor der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning ereignet hatte. Die Feuerwehreinsatzzentrale des Landkreises München alarmierte daraufhin ebenfalls die Feuerwehr Unterföhring zu dem Unfall. Die nachrückenden Aschheimer und Ismaninger Fahrzeuge fuhren die Einsatzstelle nun über einen Feldweg und eine Behelfseinfahrt an.
An der Unfallstelle war der Rettungsdienst dabei den eingeklemmten im Fahrzeug zu Reanimieren. Die Feuerwehr Ismaning befreite zusammen mit der Feuerwehr Aschheim den eingeklemmten unter Zuhilfenahme von hydraulischem Rettungsgerät.
Die leicht und mittel Verletzten wurden mit Rettungswägen in Münchner Kliniken gefahren.
Die Autobahn wurde im Zuge der Rettungsarbeiten voll gesperrt. Da ein „Puma“ Hubschrauber der Bundespolizei im Anflug war um einen weiteren Notarzt an die Unfallstelle zu bringen und den lebensgefährlich verletzten abzutransportieren, musste die A 99 auch in Richtung Stuttgart vorübergehen voll gesperrt werden. Dies war aufgrund der Größe des Fluggerätes notwendig. Hierzu forderte die Einsatzzentrale die Feuerwehr Kirchheim an, da die Polizei zu diesem Zeitpunkt keine Streifenwagen zur Verfügung hatte.
Kurz nach der Landung des Hubschraubers verstarb der zuvor eingeklemmte jedoch und die Besatzung konnte nach kurzer Bodenzeit schnell wieder abheben. Die Autobahn konnte in Richtung Stuttgart so schnell wieder frei gegeben werden.
Ausgelaufene Betriebsstoffe streuten die Einsatzkräfte mit Bindemittel ab. Die Feuerwehr Unterföhring musste einige Mann abstellen um eine nahe gelegene Brücke abzusperren, auf der sich Schaulustige aufhielten. Mit dem Schnellangriff des HLF und einem tragbaren CAFS- Löscher stellten die Ismaninger den Brandschutz an der Unfallstelle.
Die Feuerwehren Aschheim und Ismaning übergaben die Einsatzstelle nach ca. eineinhalb Stunden der Feuerwehr Unterföhring welche die Einsatzstelle bis zum Eintreffen eines Gutachters absicherte und ausleuchtete.

Leider erfolgte die Angabe des Unfallortes durch Passanten sehr ungenau, so dass die Einsatzmittel nicht optimal disponiert werden konnten. Auch versuchten einige Autofahrer den absoluten Stillstand auf der Fahrbahn zu umgehen und fuhren unerlaubterweise auf den Feldweg ab, auf dem die Feuerwehrfahrzeuge anrückten und so nur schwer und langsam zur Unfallstelle vordringen konnten um das benötigte hydraulische Rettungsgerät zu bringen.

Unter der Leitung des 1. Kommandanten Helmut Meier waren 30 Mann mit KdoW, RW 2, LF 16/12, TLF 16/25 mit VSA, Vers. – LKW – Kran, FR 1, ELW und LF 16-TS vor Ort. Im Einsatz waren ebenso ein Mitglied der Kreisbrandinspektion und die Feuerwehren aus Ismaning, Unterföhring und Kirchheim.