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Technische Hilfeleistung Straße

28.03.2007 um 09:58 Uhr
Einsatznummer
95
Alarmierung
09:58 Uhr
Einsatzende
11:20 Uhr
Fahrzeuge

Einsatzbericht

Mit dem Meldebild „Verkehrsunfall mit LKW, mehrere Personen eingeklemmt“, alarmierte die Feuerwehreinsatzzentrale des Landkreises München die Feuerwehren Aschheim und Ismaning auf die Bundesautobahn 99 in Fahrtrichtung Salzburg. Wie so oft auf diesem Autobahnabschnitt war der Fahrer eines LKW aus bisher ungeklärter Ursache auf einen ihm vorausfahrenden LKW aufgefahren. Ein nachfolgender dritter LKW rammte wiederum in den Anhänger des aufgefahrenen und schob diesen zusammen. Bei dem Unfall wurde der Fahrer des zuerst aufgefahrenen Lastwagen verletz und in seinem Führerhaus eingeklemmt. Der Lenker des zweiten aufgefahrenen LKW wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt, jedoch nicht verletzt.

Die angerückten Einsatzkräfte sperrten die Autobahn im Zuge der Rettungsmaßnahmen voll. Die Kräfte aus Aschheim öffneten mit dem Rettungsspreizer die Fahrertüre des ersten eingeklemmten, entfernten sie mit der Rettungsschere und schafften somit einen Zugang für den Rettungsdienst. Nachdem der Patient medizinisch stabilisiert war musste der vorausgefahrene LKW vom Unfallfahrzeug entfernt werden. Unter Zuhilfenahme dreier Rettungszylinder wurde das Armaturenbrett vom Fahrer weggedrückt und im Anschluss die Griffe des Lenkrades mit der Rettungsschere entfernt. Nun konnte der Verletzte, mit Unterstützung durch die Rettungskräfte, sein Fahrzeug selbst verlassen und wurde nach einer ersten Untersuchung im Rettungswagen mit dem Rettungshubschrauber in ein Münchner Klinikum geflogen.
Derweil kümmerten sich die Kräfte aus Ismaning um den zweiten eingeschlossenen Fahrer. Über eine Rettungsplattform gelangten sie zur Beifahrertüre und öffneten diese mit hydraulischem Rettungsgerät. Ein öffnen der Fahrertüre war nicht möglich, denn der Lastwagen hatte den Anhänger des vorausfahrenden zusammengeschoben und sich darin verkeilt. Es bestand zudem die Gefahr dass der Anhänger, dessen Hinterachse sich ca. zwei Meter über dem Boden befand, umkippen würde. Der Fahrer, der einen Schock erlitten hatte, wurde nach seiner Befreiung im RTW kurzzeitig untersucht.
Der Brandschutz an der Unfallstelle wurde über den Schnellangriff des LF 16/12 aus Aschheim und des HLF 16/20 aus Ismaning sichergestellt.
Ausgelaufene Betriebsstoffe streuten die Einsatzkräfte mit Bindemittel ab.
Nachdem die Autobahnmeisterei die Sicherung der Unfallstelle übernommen hatte, konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei übergeben und wieder abrücken.

Unter der Leitung des 1. Kommandanten Helmut Meier waren 11 Mann mit KdoW, RW 2, LF 16/12, FR 1, Vers. – LKW – Kran und ELW vor Ort. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Ismaning und einem Mitglied der Kreisbrandinspektion.