Technische Hilfe THL WASSER Rettung Tier - Hund in Eis eingebrochen

27.02.2019 um 15:57 Uhr
Einsatznummer
54
Alarmierung
15:57 Uhr
Einsatzende
16:34 Uhr
Fahrzeuge

Einsatzbericht

Mit dem Meldebild „Hund in Eis eingebrochen“ wurde die Feuerwehr Aschheim zu den Fischspeichern südlich des Aschheimer Speichersees alarmiert. Beim Spaziergehen war ein Hund auf das südlich vom Isarkanal und parallel dazu verlaufenden Gewässer geraten, welches großteils noch mit Eis bedeckt war. Kurz vor dem nördlichen Ufer brach das Eis und der Hund stürzte ins Wasser. Barny, so der Name des Vierbeiners, konnte sich selbst nicht mehr befreien und schwamm im Wasser.

Die ersten Einsatzkräfte wurden auf dem parallel verlaufenden Feldweg bereits von einer Mitteilerin erwartet, welche den ELW zur Einbruchstelle lotste wo der Besitzer bei dem eingebrochenen Tier wartete. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurden die Schwimmbewegungen des Hundes zusehends schwächer. Jedoch hatte der Hund einen Ast im Maul, der ihm etwas Auftrieb auf dem Wasser und auch auf dem Eis zusätzlichen Halt bot.
Gemäß Standardeinsatzregel Eisrettung rüstete sich eine Einsatzkraft noch im Gerätehaus mit einem Wasser- und Kälteschutzanzug aus. Die Auftriebshilfe, Handschuhe und Leinen wurden auf der Anfahrt im Mehrzweckfahrzeug angelegt, der Anzug geschlossen. An der Einsatzstelle angekommen wurde der Melder des MZF sofort mit dem ELW zur weiteren Erkundung einer Zufahrt zum nördlichen Uferbereich mit einem der Begleiter losgeschickt. Der Träger des Wasser- und Kälteschutzanzug wurde durch drei Mann an einer Leine gesichert und begab sich sofort auf das Eis. Zunächst brach das Eis jedoch mehrfach, ehe er den Hund erreichen konnte. Dieser lies jetzt von seinem Ast ab und vertraute sich ganz seinem Retter an. Da das Eis im mittleren Bereich des Gewässers noch ziemlich dick war, konnten der Retter und der Hund nicht gemeinsam aus dem Wasser gezogen werden. So wurde der Hund kurz entschlossen auf das dicke Eis gesetzt von wo er, begleitete von freudigen Zurufen, zu seinen Besitzern trabte. Der Träger des Wasser- und Kälteschutzanzug musste sich nun seinen Weg zurück aus dem Eis kämpfen.

Die Besitzer von Barny brachten ihn im Anschluss in eine zuvor bereits informierte Tierklinik, wo er sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes von seinem „coolen Badetag“ erholte.

Wir sagen zum Verhalten der Begleiter: vorbildlich! Niemand hat versucht das Eis zu betreten und den Hund selbst zu befreien, da man sich damit in akute Lebensgefahr gebracht hätte! Mit dem sofort abgesetzten Notruf wurden auch die GPS Koordinaten des Mobiltelefon in die Leitstelle geschickt, ein Auffinden der Einsatzstelle war so umgehend möglich. Eine zweite Person wurde den Einsatzkräften als Lotse entgegengeschickt um die Einsatzstelle schnell zu finden. Eben einfach vorbildlich.